Das Schloss 1672 in einem Stich von Georg Matthäus Vischer
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Quelle: www.burgenkunde.at

Schlosschronik

977 wurde das Schloss als Salzburger Besitz erstmals urkundlich erwähnt.

1268 erfolgte die erste Nennung des Alachthofes, einem Vorgängeranwesen des späteren Schlosses

1505 - 1527 wurde das Schloss, wie wir es kennen von Ritter Sebastian Grabner als Renaissance-Schloss erbaut. Der quadratische, siebengeschossige Wehrturm besteht in seinem Kern noch aus romanischem Mauerwerk. Zur Zeit der Grabner wurden der romanische Kern des Turmes und der anschließende Trakt des "Altschlosses" im Renaissancestil mit Anklängen an die ebenfalls im Familienbesitz befindliche Rosenburg umgebaut

1618 kaufte Hans von Jörger das Schloss, da der damalige Besitzer Christoph Grabner als Protestant auswanderte. Da sich die Jörger gegen Kaiser Ferdinand II. stellten wurde ihr Besitz konfisziert, sie erhielten ihn jedoch 1627 wieder zurück.

1620 entsteht das hakenförmige Vorschloss. Über eine vierbögige Steinbrücke gelangt man über den Wassergraben zum Eingang des "Neuen Schlosses".

1703 gelangte die Herrschaft durch Heirat an Hans Karl Kuefstein. der den weitläufigen Park hinter dem Schlossgarten anlegen ließ.

1782 erwarb Johann Anton Graf Pergen, der 1804 erster Polizeiminister und Schöpfer des Sicherheitsdienstes war, das Schloss. Er baute vor allem den Park aus und schmückte ihn mit zahlreichen romantischen Bauten (Gloriette, gotischer Tempel, Eremitage, Badehaus usw). Das einzige noch vorhandene Bauwerk ist ein Gartenpavillon, in dem man nur mit Mühe den "Gotischen Tempel" erkennt.

1854 wurde das Schloss an Dusy de Lackowa verkauft, der griechisch-orthodoxen Bekenntnisses war.

1861 erwarb Karl Pirko das Schloss. Pirko entstammt einer Industriellenfamilie. Sein Sohn Franz von Pirko verkaufte das Schloss.

1912 kaufte Max Mauthner das Schloss von Franz von Pirko

1916 Verkaufte Max Mauthner an den mit galizischen Ölquellen zum Millionär gewordene David Fanto

1922 vererbte David Fanto das Schloss an seine Töchter Dr. Martha Schwarz und Lili Berndt und seinen Sohn Richard Fanto.

Seit 1926 ist es Eigentum der Fam. Trauttmansdorff. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurden die damaligen Schlossbesitzer Josef und Helene Trauttmansdorff von SS-Soldaten erschossen.

Das Schloss lag im Kampfgebiet, wurde 1945 schwer beschädigt und bis 1955 von russischen Truppen belagert.

1961 stürzten Teile des sechgeschossigen Turm des "Altschlosses" ein.

1964 wurde in Pottenbrunn ein privater Schlossverein gegründet, der nach dem Vorbild des Vischer-Stiches von 1672 das alte Schloss wieder aufbaute.

1999 ist die Lernwerkstatt ins "Altschloss" eingezogen

Das "Neue Schloss" wurde in den letzten Jahren von den Besitzern vorbildlich renoviert und wird nach wie vor von der Fam. Trauttmansdorff bewohnt.
 
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